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03.04.2011 – 15.05.2011

Engelbert Becker

Malerei

Christoph Gesing

Malerei

Magnus von Stetten

Malerei

Vernisage:

03.04.2011 – 11:30 Uhr

Öffnungszeiten
Freitags:
Samstags:
Sonntags:
15 – 17 Uhr
14 – 17 Uhr
11 – 14 Uhr
Zu den Arbeiten von

Engelbert Becker

Trotz einer einzigen dominierenden und intensiven Buntfarbe auf der Oberfläche, die nie als homogen geglättete erscheint, ist die bildinterne Oberfläche-Grund-Differenz von großer Wichtigkeit: die Bildfläche hat Tiefenstruktur, sie „atmet“ und „pulsiert“. Und dies in mehrfacher Hinsicht: einmal in faktisch-realräumlicher Hinsicht, was bedingt ist von der Mikrostruktur der Oberflächenbeschaffenheit und aus der Technik des Farbauftrags und der erstrebten Viskosität der Farbe. Das Ergebnis davon ist, daß die offenporige Struktur der aufgetragenen Farbpaste und Pigmente durchlässig ist auf darunter liegende Farbschichten. Es ergibt sich in diesem Fall eine Art von Reliefräumlichkeit in der Farb-Oberfläche. Darüber hinaus aber klingen stets auch die farbräumlichen Qualitäten mit, weil ja die darunter liegenden Farben ihren eigenen räumlichen Ausdruckscharakter haben, der dann wieder vom je spezifischen Hell-Dunkelgehalt dieser Farben abhängt.

Martin Haen

Zu den Arbeiten von

Christoph Gesing

Entscheidend für das Bild ist die Verbindung zwischen den Farben: in der entstandenen Farbgestalt sind alle möglichen Zustände von Farbe zu beobachten, ein Gleiten zwischen größter Dichte, einem Verschwinden der Farbe unter der Farbe und schwereloser Transparenz, wenn die fließende Farbe durchlässig über dem Grund schwebt. Gerade wo sich Grundfarben oder durch Komplementarität aufeinander bezogene Farben überlagern, entstehen Mischungen, eine chromatisch bewegte Farbvieldeutigkeit, die weit von der Klarheit der Ausgangsfarben entfernt ist. Mitunter lösen sich durch die Begegnung der Farben alle Gegensätze, alles Trennende auf, verschwinden die scharf gezogenen Konturen der geometrischen Formen, geben alle beteiligten Farben ihre Eigenheiten auf, durchdringen und verwandeln sich gegenseitig – nichts ist mehr, was es war – und gehen auf in einer in sich vielfältig differenzierten Verbindung. Scheinbar von selbst organisiert sich das Bild. Tatsächlich ist es das Resultat einer diffizilen Balance von aktiv und passiv – es entsteht als anschauliche Synthese,
in der das Verschiedene, Entgegengesetze aufgehoben, bewahrt und zugleich verschwunden ist.

Jens Peter Koerver

Zu den Arbeiten von

Magnus von Stetten

Bei meiner installativen Malerei steht die Farbigkeit im Vordergrund. Neben Leinwandbildern dienen Stoffbahnen, gebogene Holzplatten, Holzleisten und MDF-Tafeln als Farbträger. Die aus zahlreichen Einzelstücken zusammengefügten Arbeiten sind in ihrer angeordneten Form nicht festgelegt.
Ein gemeinsamer Wesenszug ist, daß sie sich ihrer Umgebung mit Form und Farbe anpassen. Der andere Teil ihrer Identität ist die strukturelle An-ordnung und der farbliche Charakter, der durch jedes einzelne Element bestimmt und gelenkt wird.
Durch das Kombinieren und Anordnen dieser installativen Arbeiten, einzelner Elemente und Tafelbilder entstehen die Wand- und Rauminstalla-tionen. Obgleich die eigenständige Wertigkeit der einzelnen Arbeiten erhalten bleibt, entsteht ein Gesamtbild, dessen Träger der Raum an sich ist.

Magnus von Stetten

Einladung zur Ausstellung: